Ein Gespräch mit Lilli Paasikivi | BürgerUniversität

Shownotes

Die 1965 in Finnland geborene Lilli Paasikivi führt seit 2024 als Intendantin die Bregenzer Festspiele. Als Mezzosopranistin und Kulturmanagerin verfügt sie über umfassende und breitgefächerte Erfahrungen in der Welt der klassischen Musik. Von 1998 bis 2013 war sie Ensemblemitglied an der Finnischen Nationaloper in Helsinki und gastierte überdies als Solistin bei führenden Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern, den New Yorker Philharmonikern und dem London Symphony Orchestra. Ferner war sie an der Organisation und Gründung zweier Sommerfestivals in Finnland beteiligt. Von 2013 bis 2023 war sie künstlerische Leiterin der Finnischen Nationaloper in Helsinki. Im Zentrum ihrer Tätigkeit stand dort die Verbindung verschiedenster Kunstformen sowie die Entwicklung innovativer Programmschienen, die mit neuen Technologien experimentierten.

Der erste Bregenzer Festspielsommer unter der Leitung von Lilli Paasikivi wurde 2025 mit der Oper im Festspielhaus „Œdipe“ eröffnet. Als Spiel auf dem See im Sommer 2025 war ein weiteres Mal „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber zu sehen. Im kommenden Sommer nun, in dem die Bregenzer Festspiele auf ihr 80-jähriges Bestehen zurückblicken, steht die Oper „La traviata“ von Giuseppe Verdi auf dem Spielplan. Außerdem bereichern neue Formate das Programm: So werden beispielsweise interaktive Elemente wie „Singalong“-Übungs-Audios für das Publikum angeboten, um die Einbindung der Zuschauerinnen und Zuschauer zu erhöhen. Und für die Spielzeiten 2028 und 2029 wurde bereits Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ als Spiel auf dem See angekündigt.

Im Gespräch mit Professor Dr. Martin Tröndle, Inhaber des WÜRTH Lehrstuhls für Kulturproduktion an der ZU, und dem studentischen Vizepräsidenten Till Burberg geht es um die Anziehungskraft und Zukunft der Bregenzer Festspiele, die Magie der Oper und deren Stellenwert in der Gesellschaft und natürlich Lilli Paasikivis Aufgaben und Ziele.

Aufzeichnung: Florian Burkhart Fotos: ZU/Leonard Blume

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00:00:00: Unser Gast hat eine ganz hervorragende

00:00:02: Gesangsausbildung

00:00:04: hinter sich bekommen oder gemacht an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm und am Royal College of Music in London.

00:00:14: Sie war ein ganz langer Ensemblemitglied

00:00:16: als Metzosechanistin einer finnischen Nationaloper in Helsinki, wo sie zentrale Partien ihres Fachs wie Carmen

00:00:26: dann

00:00:26: rollen in Aida im Rosenkavalier und im Ring der Nebelungen.

00:00:31: Inne hatte

00:00:32: also die wichtigsten

00:00:33: Hauptrollen

00:00:33: sozusagen, die von Frauen zu verkörpernd sind.

00:00:37: Sie wirkte zudem noch in der Vielzahl

00:00:39: von zeitgenössischen

00:00:41: Werken mit und hat auch wirklich mit gänzrenommierten Orchesteren wie die Wiener Philharmoniker,

00:00:47: das Landensymphonieorchestra

00:00:49: Berliner PhilharMoniker zusammengearbeitet.

00:00:53: New Yorker PhilHarmoniker also alles Rang und Name nach mit ganz berühmten Dirigenten wie Ellen Schilbert, Lorine Marcel und Sir Simon Rattle

00:01:03: Christoph von Donani, also

00:01:05: alles Who is Who in einem ganzen klassischen Musikbereich.

00:01:10: Und Ferner war sich an der Organisation und Gründung zweier wichtiger Sommerfestivals in Finnland

00:01:16: beteiligt.

00:01:18: was wir jetzt schon im Vorgespräch gehört haben ist es gibt's wohl ganz selten das

00:01:23: Karrierenstaaten als hochbekannte

00:01:27: Sängerinnen

00:01:28: und dann rüber wandern eigentlich

00:01:30: in den Intendantenen Shop.

00:01:33: Sie sind sofern eigentlich wirklich sozusagen Rarität und

00:01:36: vor allem auch als

00:01:37: Finnen in der Topposition in Österreich.

00:01:40: Und hier im Vorallberg vermutlich auch nochmal ganz besondere

00:01:43: Raritäten,

00:01:44: weshalb wir wie gesagt sehr froh sind dass sie uns ja heute als Gast beähren.

00:01:50: Sie war von den Künstlerischen Leiterinnen der finnischen

00:01:56: Nationaloper,

00:01:58: stand dort in Verbindung mit verschiedenen Kunstformen und hat auf die Entwicklung von sehr innovativen Programmschienen eigentlich mitentwickelt wo man sehr viel mit Technologien neueste Natur experimentierte.

00:02:11: Ich bin gespannt

00:02:12: wie

00:02:13: sie uns das nachher nahbringt und erklärt weil klingt alles richtig Super

00:02:18: spannend, vielen Dank noch einmal

00:02:19: fürs Kommen.

00:02:20: Ich glaube

00:02:21: nochmal einen ganz herzlichen Applaus

00:02:22: für unseren Gast

00:02:30: und dann hätte ich an die beiden Kollegen

00:02:32: überwiesen und mich gefreut auf den heutigen Abend.

00:02:36: Ich glaub wir haben eine sehr gute Unterhaltung,

00:02:38: lernen

00:02:38: ganz viel und freuen uns schon!

00:02:40: Ja herzlich willkommen auch von meiner Seite aus.

00:02:43: Ich wurde auch schon kurz vorgestellt.

00:02:44: Ich bin Tilburg Studentischer Vizepräsident zusammen mit Herrn Bröntel heute hier und freue mich auch sehr, Sie Frau Pazitibi hier begrüßen zu dürfen.

00:02:57: Und startet jetzt eigentlich auch rein mit dem was eine Achtzige schon angeteasert hat.

00:03:03: Sie haben eine sehr erfolgreiche Karriere auf der Bühne hinter sich gehabt oder haben sie hinter sich und sind dann Schritt für Schritt aber auch wenn ich es dann so gelesen habe, hat sich doch relativ plötzlich angehört in die künstlerische Leitung gewechselt.

00:03:20: Wie ist es zustande gekommen?

00:03:22: und vor allem wie ist der Unterschied von der Bühne zum Büro?

00:03:29: Genau, ja das ist eine gute Frage.

00:03:31: Guten Abend alle!

00:03:32: Ich freue mich wirklich hier zu sein.

00:03:35: Ja also ich war am Anfang natürlich total fokussiert als Solistin zu sein.

00:03:43: Schritt für Schritt Jahr für Jahr merkte ich dann dass ich mich interessiere auch für was passiert hinter der Bühne.

00:03:53: Also wie kommt man dazu?

00:03:56: Wie baut man interessante Programms und wie produziert man

00:04:03: usw.?

00:04:04: Und meine erste Erfahrung, also ich war sehr aktiv in Nationaloper in Helsinki auch als Repräsentativ verträgliche Situationen oder so.

00:04:20: Es kommt natürlich, also irgendwie will ich mich engagieren nicht nur auf die Bühne sondern in die ganze Große.

00:04:29: Die erste Erfahrung war dann dass ich hatte eine Möglichkeit eine wunderbare Schlösschen- oder eine Kammemusikfestival in einer wunderbaren Kulturmilie in der Nähe von Helsinki zu starten und das war ganz erfolgreich.

00:04:49: Und danach habe ich wirklich eine, merkte ich dass sich Brinne eigentlich für diese Produktionsproduzieren Seite also die ganze große Verantwortung und ich fand das super interessant.

00:05:06: und nach dann Hat man mich telefoniert und fragt, ob ich mich für die Arbeit als künstlerische Leiter in Helsinki interessiere.

00:05:20: Und dann war ich sechsundvierzig Jahre alt.

00:05:25: Als Metzosopranist eigentlich ganz aktiv noch im Karriere.

00:05:30: Also die Tiefe stimmen können immer eine längere Karrierei haben, als die lyrische Poe stimmen.

00:05:39: So, ich konnte sicherlich Hexe und Ammen singen bis alle Ewigkeit alte Königinnen usw.

00:05:47: Aber ja, ich dachte das diese Frage kommt nur einmal.

00:05:51: also Ich muss ob ich diese Wechselung machen will Muss sich das dann ja sagen?

00:05:59: Ich war eigentlich in Hannover für eine Konzert Und hab' ich...ich war im Vogelpark Beim Ankdam, oder wie man sagt eine Vogel Pond.

00:06:14: Ich war da im Telefon mit hunderte Vögel umherum mich und ich habe gedacht oh mein Gott jetzt muss sich ja sagen!

00:06:25: Ich erinnere das immer... Das war so eine visuelle komische Situation.

00:06:32: Ich stehe damit schwannen und dachs was heißt?

00:06:38: Enten.

00:06:40: Und habe eine Antwort gegeben, dass meine Karriere und mein Lebensweise total verändert?

00:06:48: Ja!

00:06:48: Und das war ein Riesenschritt.

00:06:50: natürlich wusste ich eigentlich nicht was ich mache.

00:06:54: mit einer kleine Kammermusikfestival kann man überhaupt nicht vergleichen wie man eine große europäische Repertoire Haus leitet.

00:07:04: Zwei-tausenddreizehn habe ich begonnen und es ist nicht nur so einfach, als diese Transformation von Ansambel mitgliedt.

00:07:17: Ein Kollege, ein Freund, Freunde usw.

00:07:20: plötzlich in eine Entscheidungsposition zu sein.

00:07:26: Heißt das so?

00:07:27: Eine Entscheidungspostion!

00:07:29: Ja... Aber in tiefe Wasser lernt man schnell zu schwimmen.

00:07:33: Und einige Mal habe ich unter Wasser... Ich war auch so, also das war nicht nur einfach, also herausfordernd war es aber total interessant!

00:07:46: Ich kenne das Haus sehr gut natürlich und danach sehr schnell.

00:07:52: in nur ein paar Monaten hab' ich die erste Mediakontrakt mit meinen alten Kollegen verhandelt, also verträgliche kollektive Verträge.

00:08:04: Und das war in einem Seite einfach weil ich wusste ganz gut.

00:08:08: ich kenne die Inhalt sehr gut aber dann die viel länger dauerte es dass die Leute nicht mehr mir als Kollege gesehen haben.

00:08:20: Ich war da zehn Jahre alles da machen, was ich wollte.

00:08:26: Ringzyklus, viele spannende Weltpremiere, wunderbare, zwanzigste Jahrhundertwerke.

00:08:37: will Schostakowitsch, Lady Macbeth von Midsensk oder die Nase oder Strauß Open.

00:08:43: Ich habe sehr viele Co-Productions mit verschiedenen europäischen Häusern produziert.

00:08:50: Wir haben auch eine ganz interessante technologische Projekt Opera Beyond gemacht und so weiter.

00:08:57: Das ist eine Kornokopie von Ideen, also Open House mit so wunderbare große Gruppen als Hundertzehn Musiker, Sechzig Sänger.

00:09:09: Ballett war nicht meine, aber wir haben einige zusammenarbeiten auch da gemacht.

00:09:13: Also das Amusement Park für eine ideereiche Künstlerin.

00:09:20: also wirklich nicht einfach, aber alles ist möglich wenn man macht Ideen die die Leute wollen mitmachen.

00:09:29: Also das ist die alle wichtigste dass alle sehen auch was ich will und dass sie findet es auch Spaß!

00:09:39: Das war nicht immer so als künstlerische Leiter.

00:09:44: Nicht nur die Entscheidungen, sondern auch ... Man muss die Leute mithaben.

00:09:50: Die Inspiration!

00:09:52: Ich bin eine ... from zero to hundred in a second Mensch.

00:09:58: Aber die andere auch.

00:09:59: also das ist so wichtig dass sie wollen mitkommen mit mir diese Wege.

00:10:05: Ich hab zwei Fragen.

00:10:07: Sie haben sozusagen als Sängerin in dieses Haus gewechselt.

00:10:13: Wissen Sie die Beweggründe, warum sie gefragt wurden?

00:10:16: Also da gab es ja wahrscheinlich eine Ausschreibung und viele Leute haben sich beworben.

00:10:21: Die der vor anderen Häuser geleitet haben.

00:10:23: normalerweise gibt's das normale Roulette und jemand wechselt von Stockholm nach Helsinki oder von Helsinki nach Oslo und von Ostern nach Berlin wie auch immer Und plötzlich schießen sie raus und sagen ich bin jetzt als Sängerin.

00:10:37: Das ist sehr ungewöhnlich

00:10:39: Wie

00:10:39: auch immer, dass sehr ungewillig.

00:10:41: das zweite ist Sie haben keine Management-Erfahrung wahrscheinlich gehabt.

00:10:45: Also, Elefern ist das künstlerische Fachwissen wichtig und wir haben sich diese ... Dass Ihre Kolleginnen und Kollegen sie ernst genommen haben und nicht gesagt haben, dass es doch unsere Metzelsuppranästin Bufas auch will die jetzt plötzlich mit mir den neuen Vertrag verhandeln?

00:11:03: Wie haben Sie das geschafft dieses Zwischenmenschliche?

00:11:07: Ja also Wieso, wo sollte ich beginnen?

00:11:12: Also... Ich glaube die Respekt oder die Trauen das kann man nicht nur bekommen automatisch.

00:11:21: Es kommt nur mit Zeit.

00:11:23: also man muss Geduld haben eigentlich dass es kommt und Jahr für Jahr season per season Haben sie bemerkt meine Entscheidungen funktionieren.

00:11:38: Ich habe sehr erfolgreiche Konzepte gebaut und wir haben gute Publikumsziffer gehabt, also das war erfolgreich auch künstlerisch und auch ökonomisch.

00:11:55: Gleichzeitig hatten wir eine finanzielle Herausforderung, weil unsere Was heißt das Financing?

00:12:09: Der Budget.

00:12:10: Wir hatten keinen mehr Geld bekommen und trotzdem immer die Kosten haben gestiegen, also mit das ich habe immer balanciert mit populären Titels und dann gleichzeitig spannende Contemporary Works.

00:12:31: Also zum Beispiel wir haben den ersten Musical gemacht Also Phantom of the Opera.

00:12:38: Erstes Jahr, fünfunddreißig Vorstellungen die Wisse waren total schockiert das finnische Nationalopermacht Musical.

00:12:48: Aber mit dieser Box-Office Geld haben wir Ringzyklus einige Uraufführungen gemacht.

00:12:57: also irgendwo sollten wir die Geld mitbringen um die andere mehr spannende Projekte zu haben.

00:13:05: Aber du hast gefragt, darf ich dutzend?

00:13:08: Das ist dramatisch einfacher als höfliche Formen in Deutsch.

00:13:12: Alles viel einfacher!

00:13:15: Ja also wie es war.

00:13:18: natürlich die Rekrutierungsgruppe war sehr mutig um eine unerfahrene Frau zu engagieren.

00:13:30: Die finnische Kulturlandschaft natürlich sehr gut.

00:13:33: Ich war da aktiv, zwanzig etwa Jahr.

00:13:37: Ich hatte diese kleine Kammermusikfestival und ich hatte unterschiedliche Projekte im Haus als solist repräsentativ gemacht aber keine Managementerfahrung.

00:13:49: Das stimmt!

00:13:50: Dann danach meine Chefin hat Management Coaching, ich hatte Unterstützung von Anfang sehr gut und auch sehr viel Mentoring von meinem Boss.

00:14:04: Also wir hatten jede Woche eine Termin rund

00:14:09: usw.,

00:14:10: also man braucht Unterstützung um zu verstehen eigentlich meine.

00:14:15: der Präsident von The Board hat auch gesagt Lili die Management-Chefin Position ist sehr einsame Position und das war eine Schock eigentlich für mich.

00:14:28: Aus dem Ensemble in die Einsamkeit?

00:14:31: Ja, also ich hatte wenn man denkt dass in Finnland es gibt nur nur eine Open-Chefin oder Open-Shelf Position mit einer ganzjährigen Haus die alle andere meine Kollegen sind im Ausland.

00:14:46: und ganz schnell habe ich auch verstanden Ich muss mich ein bisschen verändern, weil alles was ich sage nach diese Nominierung die Leute hören das irgendwie anders.

00:15:02: Also wenn ich sage etwas ist super gut dann haben sie oder jemand ist supergut Dann warten Sie immer direkt einen Vertrag oder so.

00:15:12: also ich konnte nicht neutrale Meinungen habe nach meiner Chef Position.

00:15:19: So dann Schritt für Schritt lernte ich auch, dass ich bin immer ein zuerst ein Chefin in einer Arbeitssituation nicht mehr Kollege oder Freund oder so.

00:15:31: Das war eine riesen Lehre für mich eigentlich.

00:15:35: aber dann gleichzeitig muss sich sagen das ja die Leute... Ich konnte immer Lilly sein also mit einem bisschen Ich

00:15:54: glaube, daran.

00:15:55: anschließend ist natürlich auch ... Sie haben jetzt von den Kompetenzen so ein bisschen gesprochen.

00:16:03: Die sie jetzt entwickelt haben im Laufe dieses Kulturmanagement dann auch.

00:16:08: Neben der Entwicklung die sie hatten, haben sie das Gefühl dass sich die Rolle auch verändert hat.

00:16:13: also in den letzten vielen Jahren ja auch jetzt Kulturmanagement oder halt Intendanz, künstlerische Leitung erstmal in Finnland aber vielleicht dann natürlich auch mit der Brücke hierher hat sich das verändert.

00:16:26: Es hat sich so weiterentwickelt?

00:16:29: Ja also die nordische Modell ist vielleicht ein bisschen anders als die deutsche Intendantrolle Das habe ich bemerkt.

00:16:41: Die erste Jahr hier in Bregen zwar eine Nicht ein Schock, aber ein bisschen überraschend wie personifiziert.

00:16:52: Alles ist ein Intendant.

00:16:55: also das wusste ich nicht.

00:16:58: und letzte Sommer wenn man in alle Leihinterviews

00:17:04: Bürgeruniversitäten?

00:17:06: Nein, aber dann im Festspiel.

00:17:07: Es war ... In Finnland war das finnische Nationaloper präsentiert etwas.

00:17:13: Ich war vielleicht mit einer Bild in zweiter Seite und so weiter Aber hier war es sehr personifiziert.

00:17:21: Und was

00:17:22: ist das da?

00:17:22: In Good and Bad muss ich sagen.

00:17:25: Also das handelt natürlich nicht um mich Die Festspiele Viel mehr, aber die Kuratierung ist so wichtig.

00:17:35: Vielleicht muss man da auch im Blick haben ... Die Opernhäuser in Deutschland sind insofern sehr besonders.

00:17:41: Es gibt von Goethe dieses schöne Büchtheil über das Theater und er sagte damals, die Oper ist der einzige Ort wo man für's sein kann ohne Arde nicht zu sein.

00:17:52: Ja?

00:17:53: Weil man is allmächtig!

00:17:54: Als künstrische Leiter und als Personalchef ist man allmächtig.

00:17:58: Und diese Rolle hat sich bis heute gehalten, letzten Endes.

00:18:01: Deshalb haben die Intendanten auch ... Das ändert

00:18:03: sich das.

00:18:03: Diese

00:18:04: Superpower, das ändert sie jetzt gerade auch mit der Vitu-Debatte und anderen Debatten sozusagen.

00:18:09: Ist es brüchig geworden?

00:18:10: Aber das war in den letzten zwei Hundert Jahre so.

00:18:13: Ja!

00:18:13: Und das änderte sich jetzt gerade ein bisschen...

00:18:16: Ich denke, in Skandinavien?

00:18:19: Okay, natürlich.

00:18:20: Es ist eine hierarchische Organisation und jemand muss die Entscheidungen machen.

00:18:26: aber ich meinte nur zu außen man ist wirklich eine Repräsentative hier Und das war ein bisschen überraschend für mich wie viele Veranstaltungen oder so.

00:18:41: Die Leute hatten eine Rieseninteresse für die Intendanten.

00:18:46: Ich freue mich natürlich, weil ich bin trotzdem immer eine Solistin.

00:18:51: Aber ja das war ein bisschen anders.

00:18:54: Was anders?

00:18:55: Also in je mehr Richtung Nord man geht desto mehr redet man zusammen.

00:19:04: also die Entscheidungen sind immer ein bisschen mehr kollektive.

00:19:08: Wenn ich zum ersten Mal hier in Bregenz in einer Termine meine Pläne erzählen habe, die Leute haben gesagt okay das machen wir denn.

00:19:21: und ich war total überrascht wo ist die Kontra?

00:19:25: hat niemand etwas gegen meine?

00:19:28: also ich war so gewöhnt dass sich muss immer kämpfen an meiner Entscheidungen.

00:19:33: Okay, das war vielleicht ein Honeymoon.

00:19:35: ab heute muss ich kämpfen nicht mehr so einfach aber am Anfang waren sie vielleicht ein bisschen höfliche.

00:19:46: Wie ist es denn generell?

00:19:48: Ich meine auf der Bühne gibt's dann am Ende einen Applaus und wenn man solche Entscheidungen trifft oder in einer Entscheidungsrolle ist Hat man am Anfang viel Gegenwind, anscheinend dann kurz nicht.

00:19:58: Aber so langsam entwickelt sich das ja wieder, dass man da eher für seine Ideen kämpfen muss und sich selber evaluieren muss und selber gucken muss.

00:20:07: Hat das gut funktioniert?

00:20:08: Bin ich stolz auf das was ich da geleistet habe?

00:20:10: Dann müssen Sie den Applaus...

00:20:11: Hast du auch eine Dekoratierung

00:20:12: oder...?

00:20:12: Genau!

00:20:13: Du wissen sie den Applaus am Ende oder...?

00:20:17: Ich bin immer natürlich super neugierig und die Reaktion also ... Man kann das wirklich fühlen, auch bevor die Schlussendliche Applause, ob die Publikum konzentriert sich oder was heißt es enthousiastische sind.

00:20:36: Für mich natürlich diesen.

00:20:38: ich vermisse nicht ab persönlichen Applausen.

00:20:43: Ich habe genug gehabt.

00:20:46: aber Wenn ich sehe eine zufriedene Publikum, die fühlen das sie haben seine Geldwert bekommen und wollen zurück und sind dankbare.

00:21:00: Wenn ich seh die Künstler, die auch sind, fühlen dass sie haben gut gemacht.

00:21:07: Diese also die Ope zu produzieren ist riesen komplizierte Projekte, die dauern jahrelang Und jetzt mit Seebühneproduktionen ist das zehnmal so kompliziert.

00:21:23: und da gibt es keine Projekte, die laufen wie eine Urlaub.

00:21:30: Es ist immer herausfordernd also alles kann passieren.

00:21:35: Also wenn man hat hunderte Leute, es ist immer jemand Krankschwanger nicht mehr singen Allelei Dinge, also die Variables sind so viele.

00:21:51: Und wenn man dann schlussendlich eine erfolgreiche Premiere gehabt hat... Das ist wunderbar!

00:21:58: Es ist Dankbarkeit und auch Erleichtung.

00:22:02: Oh wir haben das geschafft.

00:22:06: Für die meisten in Finnland immer wenn wir hatten eine Premiere habe ich eine kleine Rede, eine Dankrede gehabt Und für sehr viele Künstler, also die Reise beginnt wenn die Proben beginnen.

00:22:21: Aber für uns in Produktion es beginnt von meiner original Idee und dann die Leading Team zu wählen Schritt-für-Schritt, das dauert jahrelang und da bin ich schon... Also sehr oft wenn wir Premiere haben ist meine Kopf weit weg.

00:22:45: zwei Jahre vorher, also zum Beispiel jetzt beginnt die Proben für La Traviata.

00:22:51: Aber ich plane jetzt achtundzwanzig, neunundzwantzig und zweitausenddreißig so!

00:22:59: Ich bin immer viel, viel vorher aber natürlich freue ich mich sehr für wunderbare Vorstellungen.

00:23:07: Ich habe letzte Sommer gesagt How often can one person be exalted in a week?

00:23:19: Und das stimmt.

00:23:20: Als Künstler lebe ich auch mit meinen Kollegen, also wenn ich sehe jemand nervös oder total begeistert und ich fühle dieselbe Gefühle in meinem... Ich bin nicht nur eine Objektivobserver sondern wirklich Schwitze und Weine.

00:23:44: Das ist wie eine Pavlovianskreaktion, also ich lebe mit jeder Künstler da auf der Bühne.

00:23:52: Ist macht das auch besonders dass Sie jetzt die Bühnerfahrung haben?

00:23:57: Wahrscheinlich verstärkt es diesen Effekt oder?

00:23:58: Ja absolut!

00:23:59: Also dass sie sich reinversetzen können vielmehr in die andere Rolle.

00:24:03: Die einzige was ich wirklich vermisse als Sängerin da in die Musik zu sitzen.

00:24:10: Also ich ... Die beste Momente in meiner Karriere war auf Konzertbühne, das Lied von der Erde oder Mahle dritte Symphonie im Orchester zu sitzen und wirklich to be inside the music!

00:24:27: Oder im Parsifal also nach Kundry schon alles gesungen hat da zu sitzen, auf die Bühne und Gurnemanns zu hören.

00:24:38: Und so weiter.

00:24:42: Das vermisse ich.

00:24:44: Diese Chance habe ich nicht mehr.

00:24:46: Aber gleichzeitig habe ich immer eine Gefühl, dass wenn man etwas Neues beginnen will muss man etwas anderes hinter sich lassen Sagt man, peinliche Entscheidung?

00:25:02: Also eine nicht-peinliche sondern sorgelich oder...

00:25:07: Schwere Entscheidung.

00:25:08: Schwere

00:25:08: Entscheidungen, dass man sein Identität als Sängerin verliert.

00:25:17: Es kam etwas Neues.

00:25:20: Ich habe eine neue Identität

00:25:22: als

00:25:23: Open-Evangelist.

00:25:24: Zweites Leben oder drittes Leben und wer hat schon drei Lieben, weiß nach nur eins.

00:25:29: Also insofern großartig!

00:25:32: Ich habe vorhin das Programm natürlich durchgeschaut und dann ist mir aufgefallen... dass die Vermarktung anders funktioniert.

00:25:38: Und das fand ich eigentlich ganz interessant, also viele Leute und ich glaube ich erkennt mich einigermaßen gut aus in diesem Geschäft aber Passion of a Common Man mit... Ich kann die gar nicht aussprechen Daniel Janderson und Peter Popeka oder Dahlia Straska usw.. Das sind Leute, die man nicht jeden Tag liest.

00:26:01: Und das finde ich interessant und auch sehr mutig.

00:26:04: Sie bewerben sie auch nicht zuerst über Wiener oder Symphoniker spielen sondern über diese Künstlerpersönlichkeit.

00:26:11: Ja!

00:26:12: Und es sind auch andere Programme und es sind viele Frauen.

00:26:14: also neues unbekanntes Programm Repertoire.

00:26:17: Komponistin, Dirigentin.

00:26:19: ist das so ihre auch ihre künstlerische Handschrift, die sie hier einbringen wollen?

00:26:24: Viele Leute aus dem skandinavischen Raum.

00:26:26: Also letztes Jahr war meine erste Jahr als Intendantin und ich natürlich wollte ein bisschen meine finnische künstlerische DNA mitbringen.

00:26:35: Einige schöne finnischer Dirigenten und ein bisschen finnischem Musik, aber ich habe auch gesagt kein Angst.

00:26:43: Prägens Erfestspiele wird kein finnisher Festspiel am Bodensee!

00:26:47: So das war die erste Jahr.

00:26:49: Natürlich jede Intendante operiert mit seinem

00:26:53: Adressbuch

00:26:56: Nicht nur, nicht nur.

00:26:58: Aber es ist sehr schön die Leute engagieren, die man genau wissen, dass es funktioniert gut.

00:27:06: Daliastasevsta zum Beispiel ist ein sehr interessantes finnisch-ukrainischer Dirigentin und hat eine Spitzenkarriere schon in der Welt gemacht.

00:27:16: Finnland ist ein bisschen Richtung England, Amerika oder so.

00:27:21: Wir arbeiten sehr viel mit nordischen Ländern usw.. Und ich glaube auch, also wenn der Vorstand hat mich engagiert.

00:27:32: Das kommt dazu!

00:27:33: Also wenn Sie wollte eine typische deutscher

00:27:39: Programme

00:27:40: bringen dann hatten sie eine andere Person gewählt.

00:27:45: Daniel Bjarnasson zum Beispiel ist eine wunderbare spannende neue Komponist, Dirigent und dieser Passion of the Common Man war meine Originalidee.

00:27:57: Ich wollte eine Secular Passion machen über die heutige Herausforderungen was die moderne Mensch fühlt in Stil von Bach Passion aber nicht eine religiöse Passion.

00:28:14: Daniel Biannis und zusammen mit Royce Fabric, eine kanadensische Libertist haben das gemacht.

00:28:22: Ja ich glaube dass in meiner Verantwortung eigentlich ist wenn wir die superpopuläre Sehbühneproduktion, Latraviat, also wunderbare Klassiker, Topten-Titel Entscheidung, dass wir als Kontrapunkt die selten gespielte zwanzigste Jahrhundert Hausopern machen.

00:28:51: Meine Vorgänge hat seltengespielte italienische neunzehnte Jahrhunderte gemacht.

00:28:57: so es ist wichtig auch ein bisschen etwas Neues mitbringen und dann Werkstattprojekte.

00:29:04: da will ich bedingt neue Weltpremiere bestellen weil es ist auch unsere Verantwortung ins Open Canon neue Geschichte, neue Werke zu bringen.

00:29:20: Und dieses Jahr haben wir dann Passion of the Common Man ein Weltpremier und auch die Jam-Projektivist Artificial Intelligence Social Media Hype Overconsumption.

00:29:36: also es ist wichtig dass Nicht immer nur die arme Frau und ein Prinz, diese klassische, patriarchalische Thematik.

00:29:46: Sondern auch moderne Themen müssen auch ins Boot

00:29:52: kommen.".

00:29:52: Also ich finde das alles ganz großartig!

00:29:55: Auch so wie Kaya Sario habe ich gefunden... Und dann habe ich gesehen, Sie machen ein Projekt mit Angela Hepperts, Bach und Nirvana.

00:30:08: Dann habe ich das hier mitgebracht, da wo sie heute sitzen ... Er war im Jahr zum Projekt mit Bach und John Cage.

00:30:20: Das war ein großartiger Abend, ich finde auch diese Idee von Konzerninszenierung und anderen Konzertformen.

00:30:28: Da zeigt mir das Thema aufzunehmen.

00:30:30: Alles ist wichtig und sinnvoll.

00:30:32: Aber die andere Frage nimmt das Publikum an Können Sie die Leute dafür begeistern?

00:30:40: Sie sind begeistert, das merkt man.

00:30:41: Das ist toll!

00:30:43: Ich bin begeisterter und unser Publikum wird auch begeisterts sein weil ich bin ganz sicher dass es tolle Aufführungen sind.

00:30:52: Ja also Es ist sehr wichtig dass man ein bisschen Risiko mit seiner Kuraterung macht.

00:31:00: Man muss nicht immer nach just according to what's popular zu machen.

00:31:05: Also prägenzer Festspiele, man muss auch etwas chili pepper da im Programm haben.

00:31:13: also das ist es ist.

00:31:15: ich fühle auch die Publikum weiß nicht immer was sie mögen oder mögen.

00:31:24: also es ist unsere Verantwortung neue spannende Konzepte bieten.

00:31:33: Ich habe zum Beispiel mit Kaya Saria sehr viel gearbeitet, alle seine Opern haben wir in finnische Nationale natürlich im finnischen Nationaloper gehabt und zb die letzte Oper Innocence ist über Skurshooting.

00:31:50: was heißt es auf deutsch?

00:31:52: Schießereien schulen skurzschütig thematisch

00:31:55: so

00:31:56: furchtbar

00:31:58: Aber das war ein von den besten Opens im XXI Jahrhundert.

00:32:05: Jetzt eine Riesenerfolg in USA, in Metropolitan.

00:32:10: Das ist ein guter Exempel, dass man auch die schmerzame Themen auf Open-Bühne mitbringen kann.

00:32:21: So ist meine Verantwortung eine gute Balance zu finden.

00:32:26: Also klassisch klassische Werke, Unterhaltung herausfordernde Themen usw.

00:32:35: Ich habe mehrere Bestellungswerke im Prozess jetzt und ich will immer über die aktuellen Themen meistens im Werkstattbühne also kleine das ist wie ein Laboratorium so da machen wenn wir In Pariser, Salon tanzen mit Verdi Musik auf Sehbühne.

00:32:57: So dann Hardcore haben wir in Werkstattbühnen und ich hoffe wirklich dass sie kommen auch für das weil Open Kunst ist so vielseitig und man kann über alles mit Open Mitteln auch handeln.

00:33:14: Und ein Leben ohne Überraschung wäre schrecklich langweilig?

00:33:17: Ja!

00:33:18: Ja, die Kunstform muss auch entwickeln.

00:33:22: Ist das eine gute Brücke für neue Technologien?

00:33:27: Das können wir gleich machen!

00:33:28: Ich wollte davor noch mal einen ganz kleinen Schritt zurückgehen oder gar nicht mal einen Schritt zurück, sondern eine andere Abbiegung nehmen zu den klassischen Werken, die ja jetzt in den Tafelsspielen wieder auftauchen.

00:33:41: Im SWR haben Sie dazu gesagt I did my homework Wir sind kein Museum Zwecks, Neuinterpretationen und Neuausrichtungen der bestehenden Klassiker.

00:33:53: Aber gleichzeitig muss man dem Original getreu bleiben.

00:33:58: Das unmögliche

00:33:59: Kombination!

00:34:01: Für mich hat das nach einem ganz dünnen Faden geklungen auf den man versucht zu balancieren.

00:34:08: wie

00:34:09: funktioniert das?

00:34:10: Wie wird es aussehen?

00:34:12: auf den Bregenzerfest spielen für die Klassika?

00:34:18: Also ich fühle sehr oft, hoffentlich nicht so oft oder ab und zu sieht man Konzepte.

00:34:34: Die haben nichts mit Originalwerk zu tun nur Regiekonzepte die irgendwie sind in zwei verschiedene Fläche, das mag ich nicht.

00:34:46: Also dann sollte man etwas anderes zu tun so in diese Weise die... Man kann dass in eine andere Zeit oder einen neuen Platz oder eine.

00:34:59: sehr spannende Ideen kann man natürlich finden aber irgendwo muss man auch der Gefühl von Originalwerk und den Gefühl vom Komponist Ich will kein Laboem in einer Krebs-Kanzertreatmention haben.

00:35:24: Das finde ich furchtbar!

00:35:27: In dieser Weise versuche ich immer, die Regisseure zu finden und zu zeigen Respekt für Originalwerk.

00:35:35: Aber trotzdem sind sie sehr innovative.

00:35:40: Dann gehen wir jetzt zur innovativen Sache nochmal.

00:35:44: Ja, neue Technologien VR.

00:35:46: Wir hatten das bei den Infindern schon in der Nationaloper mit Opera Beyond und es hat jetzt auch schon so angeklungen als wenn uns das in den Brigenzerfest spielen auch wieder erwarten wird.

00:35:59: Wir haben jetzt oben auch einen Immersion Lab hier in der Universität wo wir uns mit VR-Brillen auseinandersetzen.

00:36:05: Wie kann ich mir das vorstellen?

00:36:06: oder was erwartet uns da?

00:36:07: Ja,

00:36:08: das ist die große Frage.

00:36:09: Also in Open Kunst war immer eine Kunstform, wo man die neuesten Technologien ganz gerne mitbringen.

00:36:19: Seit langer Video-Projections allerlei Elemente... Vielleicht Popmusik ist noch vor uns.

00:36:29: also aber wenn Essapek Kassalonin Artistic Partner.

00:36:36: Er hat schon sehr viel über die neue Technologien in Los Angeles experimentiert und wir haben über das zusammengesprochen, wie konnte er in Finnland eine Promised Land of Engineers wie Finnland ist?

00:36:52: Post Nokia Land, ja also ich fühlte das so gut.

00:36:57: Das war passend dass die finnische Nationaloppe auch die neue Technologie mitbringen.

00:37:03: dann haben wir diese Opera Beyond Project gegründet und haben Immersive Spaces gebaut also mit AI, mit Special Audio, auch mit Goggles Aber natürlich mit diesen VR-Goggles, man kann nicht an drei Stunden sitzen.

00:37:24: Das ist unmöglich!

00:37:26: Es geht nicht... Es ist schon schwer nach zehn Minuten.

00:37:32: Wir müssen öffnen sein und ich finde es ganz spannend zum Beispiel mit diese Jam-Production.

00:37:39: was wir jetzt haben da ist eine interessante AI Developer vom München macht coole Visuals und so weiter mit uns.

00:37:53: Aber ich fühle, dass Werkstattbühne eine fantastische Laboratorium wäre.

00:38:01: Es war immer künstlerisch schon ein Laboratorium nicht immer mit neuen Technologien sondern auch nur konzeptweise.

00:38:10: Vorarlberg ist hochtechnologischer Landschaft.

00:38:14: es gibt sehr viele entrepreneurial Firmen, die mit Hochtechnologie arbeiten.

00:38:21: Warum denn nicht auch die Openfest-Spiele da?

00:38:24: Und ich suche immer... Ich bin eine Jurymitglied in einer europäische Digital Price.

00:38:31: Das ist ein französischer Preis für Dora und da sehe ich immer viele unterschiedliche digitale Projekte wo man neue Technologien integriert.

00:38:47: Die sind integriert und davon habe ich diese Jam gewählt, die Weltpremiere zu haben.

00:38:56: So das ist spannend!

00:38:57: Ich fühle auch dass ja Open kann nicht ein Museum sein aber wenn wir können die Heritage mit Development kombinieren... Das ist dann eine gute Kombination.

00:39:14: Vielen Dank.

00:39:15: Das ist natürlich wahrscheinlich die zentrale Herausforderung für das klassische Konzert, wie für die Oper.

00:39:21: also wir gehen ja mit diesen neuen Technologien um.

00:39:24: soll man die integrieren in so eine Art Hybrid oder Augmented Reality?

00:39:29: wird es dann eine Vereinzelung geht zu Hause auf seinem Sofa In the visual goggles glasses, seine Opa an und sieht seine Nachbarn.

00:39:37: Und es gibt viele Forschungsprojekte dazu.

00:39:39: also momentan ist es ein egal wo auf der Welt schon ein hot topic.

00:39:45: ich bin mir nicht so ganz sicher.

00:39:47: also das wäre eine frage gewesen sie brennen für die ober oder du?

00:39:51: warum sollte man da hingehen wenn man doch Netflix hat?

00:39:56: ja also das ist die Frage letztendlich warum sollen nutzt die Brille, gibt sie haben dasselbe Gefühl und der Erlebnis wie in diesen Ort zu reißen.

00:40:08: Das ist glaube ich... Ja

00:40:10: das ist die große Frage!

00:40:12: Ich glaube auch es ist nicht eine oder andere.

00:40:16: also ich bin sehr neugierig was für Möglichkeiten die neue Technologie mitbringen können.

00:40:24: aber das muss nicht ein Ersatz sein.

00:40:29: Am Ende muss ich sagen, es gibt sehr viele Opera-Plattforms und klassische Musikplattformen.

00:40:35: Aber die alle wichtigste ist die Collective Experience, dass wir sitzen in einem Raum zusammen, wir hören etwas zusammen, das ist ein Exchange zwischen Publikum und Künstler... Das ist irreplaceable!

00:40:53: Also vielleicht kann ich dazu einfach nur, wir haben sein großes Forschungsprojekt gemacht und konnten da eben zeigen.

00:40:57: Wir haben sowas wie Herzrate und verschiedene andere physiologische Marker gemessen und das sich des Publikums synchronisiert.

00:41:06: Und also egal ob an Reihe drei sitzt oder Reihe siebzehn.

00:41:09: die Leute synchronisieren ihren Herzschlag mit der Musik und es wurde in.

00:41:15: ich weiß jetzt nicht mehr.

00:41:25: Ich habe

00:41:37: vorhin schon gesagt, das ist die einzige ganzjährige Open House in Finnland.

00:41:45: Meine erste Vertrag, die ich habe verhandelt dann im Jahr zwei Tausend Dreizehn war ein Medienkontakt.

00:41:52: Wir haben alle die Rechte von unseren Künstlern gekauft und das bedeutete dass wir sehr viele Vorstellungen in Fernsehe

00:42:05: zeigen konnten.

00:42:07: Und wenn man in normalerweise eine Saal von Sechzehntundert Leute dann machen wir acht Vorstellungen oder so.

00:42:16: Wir haben zehntausend, oder etwa Leute die haben das erlebt.

00:42:20: Wenn plötzlich mit etwas sechzig, achtzigtausende Leuten in die ganze Finnland ... Wir sind den Nationaloper aber es gibt sehr viele Finnen, die nie im Open House sind.

00:42:36: Dann hatten wir Swan Lake Ballet war sehr populär auch die verschiedene Open-Projekte.

00:42:44: Das war gratis in finnische Wiley, also Fernseher.

00:42:49: Ich denke auch dass vielleicht in Zukunft kann man etwas mitbrillen oder was ist das denn in Zukunft diese Technologie?

00:42:58: Also dass man kann in unterschiedliche Weise Oper und Konzerte erleben.

00:43:03: Das muss nicht immer die klassische Weise zu sein Eine Organisation, der sich nicht interessiert für Zukunft und Entwicklung.

00:43:21: Es muss nicht sein dass wir ersetzen alles was wir gut haben sondern aber neugierig muss man sein.

00:43:28: Man

00:43:28: wird also mit vielen neuen experimentellen konfrontiert in Sinne von Neuer Technologien.

00:43:36: Ich fand es total spannend, weil ich auch einen Kurs bei Herrn Tröntler hatte zu diesem Thema zum Audien-Studies.

00:43:43: Das Ergebnis dann aufkam das letztendlich echt die Nähe zählt vor Ort zwischen Publikum und denen auf der Bühne aber auch im Publikums selbst.

00:43:54: Und eine andere Weise wie dass jetzt an den Bregenzahlfest spielen angegangen wird sind ja auch zum Beispiel in Auregg andere experimentelle Formate wie Sing-a-long, die Young People Night.

00:44:07: Was steht da so an?

00:44:08: Was erwartet uns da?

00:44:09: Ja okay das ist die achtzige Jubiläumsjahr von Bregen sehr festspielen und ich wollte etwas Communityprojekt machen.

00:44:19: Am Ort mit ... Und dann im Nordeuropa sind Chorsingen sehr populär.

00:44:27: Ich war letztes Jahr in Tallinn, wo es war.

00:44:30: Da haben sich noch dreißigtausend Leute gesungen und hunderttausende in den Publikum.

00:44:36: Das ist zauberhaft!

00:44:38: Und wenn ich habe diese Tribüne gesehen, wow, ich dachte einmal müssen wir die ganze Wenden verwenden oder wenden?

00:44:48: Winden und verwenden... Ja!

00:44:49: Ich

00:44:51: dachte hier konnte man ein Singelong machen mit allen schönsten Open-Körern in unserer Geschichte.

00:45:00: Und jemand hat gesagt, Alemania non canta!

00:45:07: Wir singen nicht hier.

00:45:09: Dass auch es gibt viele in deutsche Geschichte.

00:45:12: das Zusammensingen ist nicht so comfortable.

00:45:17: Das war und ich dachte, Ich will das verändern.

00:45:23: Und ich muss sagen also dass war wirklich sehr viel daut Wie sagt man?

00:45:29: Zweifel.

00:45:30: Jetzt haben wir sechstausend angemeldet...

00:45:34: Ich wollte es gerade sagen, ich habe's gesehen!

00:45:36: Ja

00:45:37: und wir haben Digital.

00:45:38: Yay!

00:45:39: Willkommen!

00:45:42: Es gibt noch Plätze!

00:45:47: Wir haben digital Material produziert, wir haben am neunte Mai, eine Probe im Große Saal wo wir singen zusammen.

00:45:56: Okay nur sixteenhundert.

00:45:58: Nur sechzehnhundert!

00:46:01: Total haben wir sechstausend achthundert Plätze.

00:46:04: so es gibt noch acht hunderte Plätze.

00:46:08: ich fühle das zusammen zu singen mit einer riesigen Klangkörper.

00:46:15: Das ist die wunderbarste was wir zusammen machen können.

00:46:21: Das ist ein Experiment.

00:46:24: Aber schon habe ich eine gute Gefühl, dass es etwas ganz Spannendes wird.

00:46:30: Darf ich noch etwas über die VR-Brille erzählen?

00:46:34: Also diese OPPRO BEYOND Projekte, die wir haben gehabt – die finnische Nationaloper Technische Departement zusammen mit einigen kleinen IT Firmen haben entwickelt einen Bühnenbauprogramm also Three-Dee-Programm, wo alle unsere Bühnendesigns sind digitalisiert.

00:47:00: Und dann können wir schauen im Publikum wie sieht man die Sichtlinien und auch für die Künstler.

00:47:07: Also bevor wir beginnen auf die Bühne.

00:47:11: sie bekommen VR-Glasses und kann seine Routen, seine Wegen, die Gefühl ist Da zu stehen sieht man der Dirigent und so weiter.

00:47:22: Wir haben eine Simulationsarbeit vorher, das ist sehr spannend!

00:47:29: In Bregen haben wir das auch.

00:47:31: Letzte Woche habe ich in der Fliegende Holländer-Bühne schon gesteht.

00:47:41: Da habe ich eine Frage.

00:47:44: Kommt jetzt zum dritten Mal nach Brigence.

00:47:47: Sie hatten den, ich hab geschaut oder ihr hattet den, neunzehnundseinzebzig?

00:47:52: Neunzehntneunundachtzig!

00:47:54: Warum jetzt noch mal?

00:47:56: Warum

00:47:56: nicht?!

00:47:58: Das war nächste Jahr

00:48:00: tausend!

00:48:02: Okay... Ich muss sagen also im Bregen machen wir Greatest Hits.

00:48:09: Es muss in zwei Stunden sein ohne Pause Keine Parsifal, keine Götterdämmerung in Bregenz.

00:48:17: Unmöglich!

00:48:18: Die meistens französischen Opern sind gut über drei Stunden.

00:48:24: also man muss programmatisch Werke finden die passen und natürlich passt fliegende Holländer auf am See.

00:48:36: ich denke auch ob es war das Ja.

00:48:45: Okay, es ist total neues Publikum?

00:48:48: Das stimmt ja!

00:48:50: In jeder

00:48:51: achtundzwanzig und dreißig Jahr...

00:48:56: Ok ich glaube auch die traue Publikums ganz zweimal in seinen Leben holen der Erleben am See.

00:49:06: Aber es ist ganz begrenzt was wir machen können Das stimmt.

00:49:13: Zumindest in Deutschland oder im deutschsprachigen Raum, wenn man jetzt die Diskussion der Kulturstation anschaut und vor allen Dingen der Opern oder der Konzerthäuser wartet es in den letzten zwanzig Jahren immer dasselbe.

00:49:24: Es gibt so wenig Geld und überhaupt ist ganz schlimm und wir müssen kulturelle Erbe bewahren.

00:49:29: Schau mal in die Statistik, es gibt jedes Jahr mehr Geld und es gibt mehr Häuser und das Erb ist immer noch bewahrt.

00:49:35: Dieses Narrativ stimmt nicht so richtig mehr.

00:49:38: Jetzt haben wir diese Bedrohung überall, von der Sie auch gerade gesprochen haben und sie haben diese große Grenze zwischen Finnland und Russland.

00:49:45: in Finnland gibt es neunhunderttausend Reservisten habe ich vorhin noch mal nachgeschaut.

00:49:49: in Deutschland zwei hunderttaussend und das wird dann und sehr mein viel kleineres Volk.

00:49:54: und aber die andere Frage Opernhäuser oder Kultursitionen.

00:50:00: was können die dazu beitragen sozusagen diese Gesellschaften resilienter zu machen gegenüber illiberalen, antidemokratischen Gesellschaften und müssen sich auch Kulturinstitutionen ändern.

00:50:14: Und nicht letztendlich dasselbe Narrativ wie vor zwanzig oder dreißig waren leicht linksliberal die auch immer weiter transportieren.

00:50:25: Vielen Dank für diese Frage!

00:50:28: Ich habe mehrere Jahre.

00:50:29: also.

00:50:30: die finnische Militär haltet immer solche Resilienzkurse.

00:50:36: Die Leute in leitende Positionen der Repräsentanten von unterschiedlichen Organisationen sammeln für drei Wochen und reden über, wie können wir es schaffen in einer Krisensituation?

00:50:53: Ich war auch einmal im Jahr zwei Tausend Sechzehn in so eine Kurse Augenöffende, also wirklich sehr interessant zu sehen was passiert hinter den Kulissen in Finnland.

00:51:07: Wir sollten bereit sein und auch Corona war ein Exempel von wie unresilient unsere Society, also Gesellschaft war.

00:51:22: aber da in diese Kurse habe ich gefragt die Rolle von Kulturinstitutionen in Zeit-von-Krise.

00:51:31: Weil, also das war handelt um ganz andere Organisationen und das war eigentlich am Anfang... Also ich habe seitdem bis jetzt immer zwei bis vier Mal pro Jahre in diese Kurse einen Vortrag gegeben über Wie die Kulturinstitutionen konnte Hilfen der Gesellschaft in Krisenzeit.

00:52:00: Die finnische Kulturinstituzionen sind total finanziert von offensichtlichen Geld, also achtzig Prozent von Budget von finnischen Nationalopern kommt vom Staat.

00:52:13: Darum müssen wir nicht uns verkleinen als ukulele Artist im Bomben Schutz sondern wir sollten vorwärts einen guten Plan für Krisensituationen haben.

00:52:30: Man braucht nicht nur konkrete Elemente, sondern auch Zusammenarbeit und Kommunikation und Pre-Krise nach, also posttraumatisch Behandlung und so weiter.

00:52:46: Also ich meine nicht dass wir sind Psychologen aber die durch Kunst kann eine Nation auch resilienter sein.

00:52:57: So das ist eine riesengichtige Discussion.

00:53:01: Wir haben sehr viel über die ukrainische Exempel geredet wie eine kleinere Nation seine identität behaltet und wie durch musik und kunst.

00:53:16: sie fühlen mehr zusammen und so weiter.

00:53:19: das ist eine super wichtige frage.

00:53:22: du hattest eine andere blickwinkel da auch.

00:53:24: nein das ist die dritte frage.

00:53:27: Also, jetzt haben wir zum Glück seit vorvor gestern aber nicht mehr.

00:53:31: Aber vielleicht haben wir bald wieder andere Rechtspopulisten in Europa und wie auch immer sehr Russlandfreundliche oder kampferndliche Regierung.

00:53:40: Das ist ja auch eine Gefahr auf Europa für unsere Freiheit, für diese Idee, wie wir Berufsfreiheit, Meinungsfreiheit all diese Dinge... ohne sozusagen diesen typischen links-liberalen, wie auch immer, siebziger Jahre Gedanken gut wiederverfallen zu wollen.

00:53:54: Wie können wir es schaffen?

00:53:56: Unsere Kulturinstitutionen eigentlich auf die aktuellen Probleme einzuschwören.

00:54:02: Ich glaube also bei dir schon das anders zu sein weil du eine andere Erfahrung hast aber für die meisten deutschen Intendanten an Sorge gilt das überhaupt nicht.

00:54:12: Die leben in den neunziger Jahren oder noch in den achtziger Jahren?

00:54:15: Also die wichtigste in Demokratie ist, dass wir reden miteinander und unsere Verständnis- und Öffenheit behalten.

00:54:25: Dass wir nicht blockieren andere Ideen sondern versuchen einander zu verstehen.

00:54:34: Und ich glaube, die Kulturorganisation können eine gute Plattform für respektvolle Dialog zu sein.

00:54:42: Und das ist eigentlich die alle wichtigste Task für uns!

00:54:50: Wir sind hier nicht nur für Unterhaltung, sondern für uns miteinander zusammen stärker zu sein – nicht stärker gegeneinander, sondern stärker zusammen zu sein.

00:55:04: und ich Ich bin so ... Bitte.

00:55:14: Ja?

00:55:16: Vielen Dank, mein Name ist Walter Ege.

00:55:17: Erst mal an die Frau Dr.

00:55:20: Achtziger.

00:55:23: Ich persönlich als Bürger der Stadt, aber auch als Mitglied der Zebidänen-Universitätsgesellschaft bin froh und ich nehme da mehrere Damen und Herren, die dahinter mit mir schon gesprochen haben, dass es gut ist, das es die Bürgerunit wieder gibt.

00:55:37: Sie gab's ja jetzt einige Monate nicht!

00:55:39: Und schön wäre es, auch wenn es das Studium Generale zukünftig wiedergebe.

00:55:44: Auch das darf ich Ihnen mitgeben aus dem Zuhörerkreis.

00:55:52: So und dann meine Frage an die Referenten des heutigen Abends Sie haben diese Seebühne Ich sage jetzt betriebswirtschaftlich sie haben die Sehbühnen und bringt ihnen natürlich Geld ohne Ende was es ihnen ermöglicht im Festspielhaus Dinge zu machen von denen sie gesprochen haben.

00:56:11: Insofern haben sie natürlich eine herausragende Situation rein finanziell betrachtet.

00:56:17: Vielleicht führen Sie da noch ein bisschen was dazu aus, wie sich das so verhält?

00:56:21: Sehbühne auf der einen Seite und Festspielhaus auf der anderen Seite.

00:56:25: wir sind selbst auch ab und an Festspielhausen genießen es sehr.

00:56:29: darüber hinaus würde mich interessieren Wie sehen sie die Zusammenarbeit wenn's denn eine gibt Die Zusammenarbeit mit den weiteren Akteuren hier rund um den See?

00:56:40: St.

00:56:40: Gallen ist nicht fern Zürich ist nicht fern Aber auch die deutsche Seite, gibt es da eine Zusammenarbeit oder würden Sie sich eine Zusammenarbeiten wünschen?

00:56:49: Oder wie beurteilen Sie das?

00:56:52: Ja zur Bregense Festspiele ist natürlich ein internationales Festival.

00:57:00: Meine Vorgänge haben auch sehr viel mit unterschiedlichen deutschen Akteuren gearbeitet.

00:57:07: Dieses Jahr haben wir zum Beispiel Bayerische Rundfunkcoa Wir haben in Zukunft Ensemble modern und so weiter.

00:57:16: Also ich fühle, dass Pregencer Festspiele nicht ein lokales Produkt ist, sondern eine europäische Kulturlandschaft und Netzwerk hört dazu.

00:57:30: Aber ich denke es ist sehr wichtig.

00:57:36: Die voralbergische Institutionen wie Symphonie-Orchester, Vorarlberg oder Bregenze Festspielkoa und so weiter sind eine natürliche Teil von unserer Festspielfamilie.

00:57:50: Aber dann weit weg!

00:57:52: Also unser Koa kommt aus Prag und Orchester kommt aus Wien

00:57:58: usw.,

00:58:00: das ist nicht ein Lokalprodukt.

00:58:04: Zwei kurze Fragen nur... Wenn ein Künstler eine Aria auf der Bühne singt, dann singte ihn in der Heimatsprache oder singte er den Text in der Originalsprache des Komponisten.

00:58:22: Es gibt ja nicht nur italienische Komponnisten, Opern sondern auch französische, spanische und russische.

00:58:31: Und wie verhält es sich?

00:58:33: Müssten die dann die Sprache lernen Wenn Sie die Ario in original Sprache singen wollen.

00:58:41: Das ist eine sehr gute Frage, also das ist wirklich eine Kernfrage in der Arbeit von Sängen.

00:58:49: Wir müssen immer in unterschiedliche Sprachen singen.

00:58:56: wenn man das nicht, also die Sprache spricht Also viele zentrale europäische Sängen haben sind fließend in unterschiedliche große europäische Sprachen.

00:59:10: Aber wenn nicht, dann muss man das tun für tun oder phonetisch lernen.

00:59:17: Zum Beispiel haben wir jetzt Janacek's Herr Broček diese Sommer.

00:59:22: Der Chor kommt aus Prag aber sehr viele von unseren Solisten sind nicht aus Tschechien.

00:59:30: Herr Broczek kommt aus Amerika!

00:59:33: Aber er hat sehr viel Janacek schon in seinem Karriere gesungen.

00:59:37: Und dann lernt man das zusammen mit einem Sprachcoach wirklich Ton für Ton!

00:59:44: Es hilft, wenn man sehr musikalisch ist.

00:59:47: also Sprache ist auch Musik und es... Dann übt man das so lange dass die Sprache wird lebendig.

00:59:58: Ich habe okay Finnish Schwedisch Englisch, Russisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch und so weiter gesungen.

01:00:12: Und wirklich nicht alle diese Sprache schaffe!

01:00:16: Also ich zum Beispiel wenn ich war habe hier in Bregen begonnen.

01:00:21: Ich hab gesagt oh mein Gott ich kann über die erste Liebe und Sternennacht singen aber unter der technische Abteilung auf Deutsch reden oder meine Steuern schaffen.

01:00:37: Also, meine Vokabulaire war so romantisch und so begrenzt.

01:00:42: So es war ein bisschen schwierig am Anfang.

01:00:45: Schritt für Schritt lerne ich.

01:00:46: aber ja mit Open-Rollen muss man das lernen unabhängig.

01:00:52: Das ist

01:00:52: die zweite Frage!

01:00:54: Ich habe eine Mozartoper gesehen.

01:00:56: da wurden die Akteure in Straßenkleidungen.

01:01:00: In was?

01:01:01: In Alltagskleidung, ohne Kostüme.

01:01:04: Ah ja?

01:01:05: Okay, in Alltagskleidung.

01:01:08: Ist die Geltendenz dahin oder ist das eine Art ... dass ein ganz normaler Kleiner jetzt einer Opa auf dem Führtebund keine Kostüm hat?

01:01:19: Es hängt vollständig auf der Konzept von Regisseur.

01:01:23: Ob er will diese Opa Jetzige Zeit bringen, dann das ist seine Entscheidung.

01:01:31: So ich fühle dass man kann natürlich Mozart ins jetzige zeit bringen.

01:01:37: es ist aber auch ist es ab und zu schön die alte schöne Kleide aufzusehen.

01:01:46: Es ist viel billiger mit moderne Kleider zu open machen als mit Alte

01:01:52: Das

01:01:53: stimmt.

01:01:56: Wir haben weitere Fragen aus dem Publikum.

01:01:59: Ja?

01:02:00: Alles klar, wir erleben eine Vergrauung des Publikums wie du vorhin gesagt hast.

01:02:07: was können die Prägenzer Festspiele dazu beitragen das Durchschnittsalter auch von sonstigen Besuchern zu senken.

01:02:17: Hast du da Konzepte?

01:02:18: ich fände den Tag der Jugend.

01:02:21: Bregelnzer Festspiele ist nicht allein.

01:02:24: Das, also das ist ein Phänomen überall.

01:02:27: Also ich fühle dass die Leute in unterschiedlichen Alten wollen unterschiedliche Unterhaltung aber alle Häuser, alle Orchestern haben Jugendprogramme.

01:02:42: Wir haben zum Beispiel diese Young People's Night wo wir alle unter dreißigjährige einladen für sehr günstige preis die prägeneral zu sehen.

01:02:54: also das ist sehr populär.

01:02:57: und dabei haben wir natürlich alle junge fest spiel unterschiedliche programme für unterschiedliche alte klein kinder schüler teenagers und so weiter.

01:03:11: eine natürliche kontakt muss man schon sehr früh für die zukünftige publikum Binden, aber ich bin nicht unruhig wenn dann ab und zu wählen sie Lady Gaga oder etwas Beyonce.

01:03:27: Ich bin sicher dass Sie kommen zurück dann später.

01:03:32: So ja für mich es hängt nicht davon Haarfarbe wer ist eine wertvolle Publikum und wer nicht?

01:03:42: Ich hatte vorhin mehrfach gehört das Libertär und Links im Prinzip genannt wurde.

01:03:48: Was mir wichtig wäre für die Kunst ist, dass man viel Humanismus reinbringt.

01:03:54: Ich verstehe nicht jetzt!

01:03:57: Mir wäre wichtig bei der Kunst, dass Man viel Humanismus mit rein bringt weil da es im Prinzip egal ist ob das jetzt links oder rechts ist.

01:04:06: Das ist so ein Weg auf den sich vielleicht einigen können, damit man das humanistisch macht Menschlich macht.

01:04:14: Und die Kunst gehört für mich dazu, dass die Menschen im Prinzip diesen höheren Wert des Lebens schätzen lernen oder wieder überhaupt generell schätzen.

01:04:25: I don't understand the question.

01:04:28: May i quickly answer?

01:04:29: Yes!

01:04:30: Das hat sich so greifend.

01:04:31: was damit zu tun?

01:04:33: in Deutschland gibt es seit In der Kulturinstitution, das stammt gar nicht von mir.

01:04:55: Aber ich hab darüber ein Buch gemacht.

01:04:58: Als Institutionen sozusagen verstanden wurden zur Erziehung von Menschen gegen ... Das war damals natürlich ein kapitalistisches Medien.

01:05:10: konsumreiches Leben, etc.

01:05:13: Und die Idee war tatsächlich eben sehr stark links geprägt.

01:05:16: da gibt es auch verschiedene Texte.

01:05:17: ich kann ihnen das gar nicht anders geben wenn sie wollen.

01:05:20: und das hatte ein sehr dollen Impact in der Kulturleinschaft eigentlich bis heute in weiten Teilen.

01:05:27: und das hat auch dazu geführt dass wenn Sie jetzt die Reaktion angeguckt haben auf den Israel-Gaserkrieg Da gab es überall bis heute große Diskussionen Buchläden Filmpreise Theaterhäuser et cetera.

01:05:40: Wenn Sie aber den Krieg anschauen, Russland-Ukraine sehen sie nicht mal einen Bruchteil davon.

01:05:46: Und das ist einfach nur ideologisch begründet.

01:05:49: wer liegt einem näher am Herzen und wer nicht?

01:05:52: Das ist ein Ungleichgewicht was denke ich einfach nicht mehr in die Zeit passt und was wir mal adressieren müssen oder nachfragen Ist es sinnvoll, so weiter zu verfahren oder müssten wir uns vielleicht mit dieser Lastigkeit... Oder sollten wir uns tatsächlich eher liberal und breiteffen auch noch diesen, sagen wir mal unseren Interessen geben nämlich eine offene freie Gesellschaft zu haben.

01:06:18: Und nicht eine die eine bestimmte Belastung hat.

01:06:20: das lag dahinter.

01:06:22: Wenn Sie wollen schenke ich Ihnen nach einem Buch.

01:06:24: da können Sie ganz viele Artikel drin.

01:06:26: können sie das dann durchschauen?

01:06:28: Dankeschön für den Hinweis, die Abschlussfrage.

01:06:32: Wer möchte da die Abschussfrage?

01:06:34: Vielen Dank für die Mut!

01:06:36: Ja es ist vielleicht nicht ganz ober aber die finden sind ja das glücklichste Volk der Welt.

01:06:44: Das müssen wir jetzt noch ansprechen.

01:06:45: und wo sehen Sie den Unterschied?

01:06:48: oder wo sind unsere Defizite?

01:06:50: in Deutschland oder in

01:06:51: Österreich

01:06:52: im deutschsprachigen Raum?

01:06:54: was dann?

01:06:55: gute Tipp könnten sie uns geben dass wir Resilienter werden, glücklicher werden oder größer sprechen können miteinander.

01:07:04: Ja also wir finden diese also die Titel glücklichste Leute in der Welt ganz merkwürdig weil ich glaube es handelt um Zufriedenheit Also nicht glücklich.

01:07:23: also Glück ja aber Es handelt Vertrauen an Gesellschaft, dass man

01:07:31: fühlt

01:07:33: das man hat unterschiedliche Chancen im Leben.

01:07:36: Dass Möglichkeiten von Ausbildung und wirtschaftlichen Möglichkeiten und Freiheiten also Freedom of Speech, dass Man hat nicht Angst für Zukunft.

01:07:56: Also natürlich die globale Situation ist jetzt so verrückt, dass diese Gallup hilft nicht.

01:08:03: Auch in Finnland fühlen wir Angst mit den großen Grenzen nach Russland.

01:08:11: also was passiert in Ostgrenze?

01:08:14: Was passiert mit Kabeln unter Wasser?

01:08:17: Was passieren mit Shadowfleet und so weiter... Ich habe sehr lange, ich bin jetzt sechszig Jahre alt und ich hab sehr lange gedacht mein Gott wie glücklich.

01:08:30: Ich muss nie Krieg erleben in Finnland aber jetzt weiß man nicht mehr.

01:08:39: also was passiert?

01:08:40: Darum fühlen wir so stark für Ukraine in Finnlands und wollen wirklich helfen.

01:08:48: wie es geht reden wir über Resilienz, wie wir als Gesellschaft spirituell stärker sein konnten.

01:09:00: Nicht nur mit Waffen und Armee, sondern auch als Society, dass wir nicht verlieren die Zukunftsvertrauen.

01:09:13: Was sagt, was muss ich mit meinen Kindern reden über Zukunft?

01:09:18: Dass sie konnte auch bis sich Leben sagen wie glücklich ich bin ohne Krieg.

01:09:23: Also in diese Weise... Ich habe leider keine einfache Antwort an diese Frage.

01:09:31: nur dass man lebt so das zum Beispiel mit Kultur, dass man sucht sich für öffene Dialog, dass ein Verständnis zu verstärken, nicht folgen diese einfache schwarz- und weiße Lösungen die Populisten jetzt.

01:09:52: Also das Leben ist so kompliziert jetzt.

01:09:55: also es gibt Leute in Recht in Finnland die haben gute Ideen und am links.

01:10:03: Wir müssen einander verstehen dass wir nicht von ihnen kaputt das Land machen.

01:10:18: Vielen Dank für dieses Gespräch, was weit über die Regenz der Festspiele hinausging.

01:10:25: Genau das ist ja die Kultur in der Gesellschaft auch.

01:10:28: Es ist das, was uns zusammenhält und auch was uns immer wieder nachdenken lässt – aber auch gute Unterhaltung!

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